Voltigieren ist eine Disziplin des Pferdesports, bei der dynamische und statische Übungen sowie turnerisch-gymnastische Übungsverbindungen auf dem galoppierenden
Pferd ausgeführt werden.
Je nach Ausbildungs- und Leistungsstand wird im Schritt oder im Galopp voltigiert.
Im Wettkampfsport werden die Übungen grundsätzlich auf dem galoppierenden Pferd präsentiert. Voltigieren verbindet Elemente aus Turnen, Akrobatik und Reitsport und stellt hohe Anforderungen an Koordination, Kraft, Beweglichkeit, Körperspannung, Gleichgewicht und Ausdauer.
Grundvoraussetzungen für das Voltigieren sind ein respektvoller und verantwortungsbewusster Umgang mit dem Pferd sowie Einfühlungsvermögen und Vertrauen. Ebenso unverzichtbar sind Disziplin, Zuverlässigkeit und Teamgeist, denn insbesondere das Gruppenvoltigieren lebt von gegenseitiger Unterstützung und dem gemeinsamen Ziel, als Team erfolgreich zu sein.
Eine Voltigiergruppe besteht in der Regel aus einem Pferd, einem Trainer bzw. Longenführer sowie sechs bis zehn Voltigierern. Gemeinsames Training fördert nicht nur die sportliche Entwicklung, sondern stärkt auch Verantwortungsbewusstsein, Selbstvertrauen, Konzentration und soziale Kompetenzen.
Im Wettkampfvoltigieren wird zwischen Gruppenvoltigieren, Einzelvoltigieren und Doppel- bzw. Pas-de-deux-Voltigieren unterschieden. Je nach Leistungsniveau reicht die Ausbildung vom Breitensport über den Leistungsbereich bis hin zum nationalen und internationalen Spitzensport.
Voltigieren ist heute weltweit etabliert. In zahlreichen Nationen wird die Sportart leistungsorientiert betrieben und auf höchstem Niveau ausgeübt. Europa- und Weltmeisterschaften sowie internationale Turniere bieten Athletinnen und Athleten die Möglichkeit, ihr Können im Wettbewerb mit den Besten der Welt unter Beweis zu stellen.
Neben den sportlichen Fähigkeiten vermittelt Voltigieren Werte wie Fairness, Respekt, Disziplin, Durchhaltevermögen und Verantwortungsbewusstsein – Eigenschaften, die weit über den Sport hinaus von Bedeutung sind.
